Petition gegen Internetzensur mal positiv in den Medien

Ein Artikel bei Spiegel Online analysiert den Konflikt zwischen den politischen Internetausdruckern und den “digitalen Einheimischen” messerscharf: Die Generation C64 schlägt zurück

Der Argumentation ist nichts hinzuzufügen, und es ist ein Vergnügen, dass DAS (elektronische) Leitmedium in dieser mit populistischen Totschlagargumenten geführten Diskussion endlich eine klare Position bezieht. Bleibt die, zugegebenermassen sehr kleine Hoffnung, dass sich die breit zur Schau getragene Ignoranz der politisch Verantwortlichen auch im Wahljahr noch vermindern lässt.

Meine Lieblingszitate aus dem Artikel:

Demokratische Verfassungen werden nicht unter der Annahme gemacht, dass Menschen im Zweifel das Richtige tun werden, dass Politiker und Polizisten ja im Grunde gute Menschen sind und deshalb schon nichts schiefgehen wird. Sie sind konstruiert, um auch Fällen widerstehen zu können, in denen etwas nicht so läuft, wie man sich das als rechtschaffener Bürger wünscht.

Und dann noch:

Dass die Unterzeichner der Petition gegen das Filtergesetz es wagen, Vernunft und Bürgerrechte sogar unter dem Risiko, als Päderastenfreunde gebrandmarkt zu werden, zu verteidigen, ist eine Entwicklung, die es eigentlich zu feiern gälte. Hier setzen sich Menschen für sinnvolle Gesetze und demokratische Grundprinzipien ein, teils schamloser öffentlicher Diffamierung zum Trotz. Das passt besser zum 60. Geburtstag des Grundgesetzes als jede Sonntagsrede.

Danke an den Autor Christian Stöcker für diesen Artikel! Und hier noch einmal der Link zur Petition gegen die Internetzensur, bis zum 16.6 kann noch unterzeichnet werden: Petition: Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten (aktueller Stand: 107.181)

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